Verzögert sich die Inbetriebnahme des neuen Busparkplatzes für die Gedenkstätte Sachsenhausen?
35 Busstellplätze, neue Haltepunkte, eine Wendeschleife sowie moderne Wartebereiche in Holzoptik: Der neue Besucherparkplatz für Reisebusse an der Gedenkstätte Sachsenhausen wurde vor wenigen Wochen fertiggestellt. Doch die Schranke zur Zufahrt gegenüber dem Wasserwerk in der Carl-Gustav-Hempel-Straße bleibt weiterhin geschlossen.
Nicole Walter-Mundt (CDU) im Gespräch mit Waltraud Krienke von der Anwohnerinitiative, Foto: Christian HoweAnwohnerinnen und Anwohner fragen sich inzwischen, wann die versprochene Entlastung tatsächlich eintritt, und haben sich dazu an die Oranienburger Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt (CDU) gewandt. Denn eine konkrete Kommunikation seitens der Stadt und der Gedenkstätte zur Inbetriebnahme des neuen Parkplatzes sowie zur Schließung des bisherigen Standortes blieb bislang aus.
Nicole Walter-Mundt bittet zwar noch um etwas Geduld, mahnt Stadt und Gedenkstätte jedoch zu einer offeneren Kommunikation gegenüber Anwohnern und Politik. Es könne nicht sein, dass betroffene Bürgerinnen und Bürger sowie politische Entscheidungsträger nur über Hintergrundgespräche von weiteren Abstimmungsterminen im April erfahren. „Bislang war es gute Praxis, alle Beteiligten rechtzeitig und umfassend zu informieren. Gerade auf den letzten Metern sollten wir daran festhalten“, so Walter-Mundt.
Die Abgeordnete zeigt sich dennoch optimistisch, dass die Voraussetzungen für die Inbetriebnahme des neuen Busparkplatzes noch im dritten Quartal geschaffen werden können. Dafür seien unter anderem ein aussagekräftiges Verkehrsleitsystem, die Sperrung des alten Busparkplatzes im Schäferweg sowie die Herrichtung provisorischer PKW-Stellflächen erforderlich.
Und wie geht es mit der weiteren Umgestaltung vor Ort weiter? Die Stadtverordnetenversammlung hatte bereits im März ein Konzept gebilligt, das die Neugestaltung des Schäferwegs und der bestehenden Parkflächen vorsieht. Die finanziellen Mittel für die Umsetzung müssen allerdings noch im Haushalt abgesichert werden.
Nicole Walter-Mundt erklärt dazu: „Es wird eine prioritäre Aufgabe der CDU-Fraktion vor Ort sein, den Ausbau der Straße und die Umgestaltung des Bereiches im kommenden Haushalt abzusichern. Neben ausreichenden Eigenmitteln der Stadt können dabei auch Mittel aus dem Mehrbelastungsausgleich für Straßenbaumaßnahmen des Landes genutzt werden, um die Finanzierung trotz angespannter Haushaltslage sicherzustellen.“
Nach acht intensiven Jahren der Diskussion und Kompromissfindung zwischen Gedenkstätte, Stadt, Politik und Anwohnerschaft sollte mit der Umsetzung der Maßnahmen nun ein vernünftiger Schlusspunkt gesetzt werden.
Neben der Verlegung des Reisebusparkplatzes sind eine klimaresiliente Umgestaltung der bestehenden Parkplatzflächen, die Schaffung neuer geordneter PKW-Stellflächen, der Ausbau des Schäferwegs und der Straße der Nationen sowie die Herrichtung neuer Gehwege vorgesehen.