Bahnhof Oranienburg soll moderne Mobilitätsdrehscheibe werden

Nicole Walter-Mundt und Alexander Laesicke werben bei Infrastrukturminister Guido Beermann für den Tunneldurchstich und mehr Barrierefreiheit

02.09.2022, 18:52 Uhr | Oranienburg
Nicole Walter-Mundt und Alexander Laesicke werben für den Tunneldurchstich zur Oranienburger Neustadt, Foto: Christian Howe
Nicole Walter-Mundt und Alexander Laesicke werben für den Tunneldurchstich zur Oranienburger Neustadt, Foto: Christian Howe

Den Bahnhof und das Bahnhofsumfeld Oranienburg zu einer modernen Mobilitätsdrehscheibe weiterzuentwickeln, gehört zu den zentralen Vorhaben der Stadtentwicklung. So konnte erst vor wenigen Monaten der neugestaltete Bahnhofsvorplatz seiner Bestimmung übergeben werden. Weitere Maßnahmen, wie der Tunneldurchstich zur Neustädter Seite oder mehr Barrierefreiheit durch einen zweiten Zugang zu den Bahngleisen, werden immer wieder auch politisch gefordert – zuletzt mit einem Beschluss des Stadtparlaments im Februar dieses Jahres.

Während eines Vor-Ort-Termins mit Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann warben am Freitagnachmittag die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt und Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke für mehr Unterstützung vonseiten des Landes und der Deutschen Bahn, um die gewünschten Vorhaben in Zukunft auch realisieren zu können. Das Problem: Vor allem beim Tunneldurchstich zur Neustädter Seite und einem zweiten Zugang zu den Bahngleisen ist man auf die Erlaubnis der Deutschen Bahn als Flächeneigentümer angewiesen. So liefen die zurückliegenden Initiativen der Stadt, die Projekte im Sinne der Stadtentwicklung anzugehen, immer wieder ins Leere.

Die Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt sagt: „Oranienburg wächst. Viele der bald 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner nutzen schon heute Busse und Bahnen für ihre täglichen Wege zur Arbeit. Neben bedarfsgerechten Verbindungen, modernen Zügen sowie engeren Takten, wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger dabei auch ein attraktives Bahnhofsumfeld. Gerade der Bahnhof Oranienburg hat hier noch großen Nachholbedarf. An Ideen und Initiativen für eine Aufwertung, zum Beispiel mit attraktiven Ladengeschäften oder kürzeren Wegen durch weitere Zugänge zu den Bahngleisen, mangelt es jedoch nicht. Ich wünsche mir an dieser Stelle vor allem von der Deutschen Bahn und den zuständigen Landesbehörden mehr Aufgeschlossenheit und Unterstützung für solch wichtige Projekte, die letztlich auch den Nahverkehr insgesamt attraktiver machen.“

Bürgermeister Alexander Laesicke sagt: „Wir sind immer wieder in Gesprächen mit der Deutschen Bahn. Letztendlich geht es natürlich vor allem um die Finanzierung von Projekten wie einem Tunnel. Dabei hoffen wir auf Unterstützung des Landes. Es ist ein hoffnungsvolles Zeichen, dass Minister Guido Beermann sich heute hier persönlich ein Bild vor Ort macht und über Möglichkeiten der Kooperation mit uns spricht. Ich danke auch noch einmal ausdrücklich der Landesregierung, dass wir mit Hilfe von Mitteln aus der Städtebauförderung hier schon weit vorangekommen sind.“

Mithilfe der finanziellen Unterstützung des brandenburgischen Infrastrukturministeriums konnten im Frühjahr dieses Jahres bereits die Baumaßnahmen zur Neugestaltung des Oranienburger Bahnhofsplatzes abgeschlossen werden. Doch das Potenzial zur Entwicklung hin zu einer modernen Mobilitätsdrehscheibe ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten hängen dabei im Wesentlichen vom sogenannten Tunneldurchstich in Richtung Oranienburger Neustadt ab. Dazu hatte es in der Vergangenheit bereits Abstimmungen zwischen der Stadt Oranienburg, der Deutschen Bahn AG und dem Infrastrukturministerium gegeben. Jedoch verliefen diese im Hinblick auf eine mögliche finanzielle Unterstützung oder der Aufnahme der Oranienburger Neustadt in eine neue Gebietskulisse der Städtebauförderung ergebnislos.

Der Besuch von Minister Guido Beermann in Oranienburg gibt daher Anlass, erneut für die Umsetzung einer besseren Zugänglichkeit der Bahnsteiganlagen sowohl aus westlicher als auch aus östlicher Richtung zu werben. Im günstigsten Fall könnten diese Maßnahmen noch in das laufende Infrastrukturprojekt zur Ertüchtigung der Bahnstrecke Berlin – Rostock eingebunden werden, welches schließlich auch mit baulichen Eingriffen in das Oranienburger Bahnhofsumfeld verbunden ist.

aktualisiert von Christian Howe, 02.09.2022, 18:57 Uhr