Oranienburg bleibt Schwerpunkt der Kampfmittelbeseitigung

4,3 Millionen Euro wurden 2021 in der Kreisstadt vonseiten des Landes aufgewendet

03.01.2022, 12:41 Uhr | Oranienburg
Nicole Walter-Mundt (CDU) hat als Grundstückseignerin bereits selbst Erfahrungen mit dem Prozess der Kampfmittelbeseitigung machen müssen, Foto: Christian Howe
Nicole Walter-Mundt (CDU) hat als Grundstückseignerin bereits selbst Erfahrungen mit dem Prozess der Kampfmittelbeseitigung machen müssen, Foto: Christian Howe

Das LandBrandenburg setzte im zurückliegenden Jahr insgesamt 13 Millionen Euro für die Kampfmittelbeseitigung ein – davon 6,7 Millionen Euro für die Beseitigung von Kampfmitteln und 6,3 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten. Wie aus der vorläufigen Bilanz des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KMBD) für das Jahr 2021 ebenfalls hervorgeht, mussten dabei allein für die Bewältigung der Bombenlast in Oranienburg etwa 4,3 Millionen Euro aufgewendet werden.

Die Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt (CDU) kommentiert: „Die Bewältigung der Bombenlast in meiner Heimatstadt wird noch viele Generationen beschäftigen. Umso wichtiger ist, dass wir jetzt und auch künftig alle Kräfte vor Ort bündeln, um Schritt für Schritt weitere Flächen aus dem Kampfmittelverdacht zu entlassen. Ich bin aber optimistisch, dass wir im Land mit der Evaluation der Modellregion und in der Stadt mit der Etablierung der Task-Force sowie des neuen gesonderten Ausschusses für Sicherheit und Ordnung weitere Optimierungspotenziale bei der Bewältigung der Bombenlast identifizieren und umsetzen können. Ich denke da besonders an einen verbesserten Bürgerservice und eine verstärkte Bombenabsuche in den Gewässern.“

Seit 1991 sind in Oranienburg über 200 Großbomben erfolgreich entschärft bzw. gesprengt worden. Bundesweit ist keine Region bekannt, in der so konzentriert amerikanische Bomben mit chemisch wirkenden Langzeitzündern abgeworfen wurden. Zur Bewältigung dieser besonderen Situation wurde 2019 das Projekt der Modellregion Oranienburg gestartet, um die Stadt nachhaltig personell und finanziell zu unterstützen. Innenmister Michael Stübgen (CDU) hatte sich 2020 im Rahmen eines Besuches in der Kreisstadt bereits dafür ausgesprochen, dieses wichtige Projekt auch über das Jahr 2022 hinaus fortzusetzen.


aktualisiert von Christian Howe, 03.01.2022, 12:45 Uhr