Mehr Schwung für die Schiene

Nicole Walter-Mundt: „I2030 erweckt große Erwartungen im ganzen Land“

24.02.2021, 13:15 Uhr
Auch Oberhavel soll von i2030 profitieren. Nicole Walter-Mundt (CDU) – hier im Gespräch mit ihrem Fraktionschef Dr. Jan Redmann (CDU) – engagiert sich für mehr Bahnen und einen zügigen Ausbau der Schieneninfrastruktur in der Region, Foto: Christian Howe
Auch Oberhavel soll von i2030 profitieren. Nicole Walter-Mundt (CDU) – hier im Gespräch mit ihrem Fraktionschef Dr. Jan Redmann (CDU) – engagiert sich für mehr Bahnen und einen zügigen Ausbau der Schieneninfrastruktur in der Region, Foto: Christian Howe

Mehr Investitionen und Planungskapazitäten für den Ausbau der Schieneninfrastruktur – das fordern die Regierungsfraktionen SPD, CDU und Bündnis90/Die Grünen im Landtag Brandenburg. Im Mittelpunkt der Debatte steht das Infrastrukturvorhaben i2030, welches acht Teilprojekte in ganz Brandenburg umfasst und mit geschätzten 5 bis 6 Milliarden Euro aktuell das wichtigste Investitionsvorhaben im Verkehrsbereich der Länder Berlin und Brandenburg darstellt – auch für Oberhavel.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt zeigt sich nach dem heutigen Beschluss im Landtag Brandenburg optimistisch, dass in den nächsten Jahren auch sichtbare Fortschritte im Regional- und S-Bahnverkehr in Oberhavel erreicht werden können. Denn neben dem zweigleisigen Ausbau auf der S-Bahnlinie S1, der den 10-Minutentakt ermöglichen soll, gehört auch die Verlängerung der S-Bahn nach Velten zu dem Paket. „Hier muss der Fortschritt künftig weitaus schneller und zügiger voranschreiten, sagt die CDU-Politikerin. „Dazu bedarf es vor allem mehr Planungskapazitäten bei der Deutschen Bahn und auch ein größeres Engagement vonseiten des Bundes, der sich wohl künftig finanziell weitaus stärker mit einbringen muss“, so Walter-Mundt.

Im Regionalverkehr verweist die infrastrukturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion zudem auf die Reaktivierung der Heidekrautbahn, dem Bahnhofsumbau in Birkenwerder sowie den Prignitzexpress (RE6). „Nach Abschluss aller Maßnahmen sollen die vielen Pendlerinnen und Pendler aus unserer Region mit einem attraktiven Takt und modernen Bahnen bis nach Berlin Gesundbrunnen durchfahren können. Es wird allerdings auch Priorisierungen geben müssen und manch ein Projekt erst weit nach 2030 fertig sein. Das gehört leider zur Wahrheit dazu, auch wenn ich mir etwas anderes Wünschen würde“, ergänzt Walter-Mundt mit Blick auf die hohen Erwartungen, die mit dem Projekt i2030 überall im Land verbunden sind.

Im Oktober 2017 wurde eine „Rahmenvereinbarung über das Entwicklungskonzept für die Infrastruktur des Schienenverkehrs in Berlin und Brandenburg – i2030“ abgeschlossen. Das Vorhaben umfasst acht Teilprojekte, wobei sieben sich auf das Land Brandenburg auswirken. 35 Maßnahmen sind allein für die Weiterentwicklung und Engpassbeseitigung im Bereich der S-Bahn vorgesehen. Während 1997 noch 264 Mio. Fahrgäste im Jahr die S-Bahn nutzten, waren es 2018 schon 478 Mio. Nutzer. Im Regionalverkehr stiegen die Fahrgastzahlen von 32 Mio. 1997 auf 87,7 Mio. im Jahr 2018.

aktualisiert von Christian Howe, 24.02.2021, 14:24 Uhr