CDU-Politiker besuchen Oranienburger Impfzentrum

Nicole Walter-Mundt und Gordon Hoffmann: „Impfkampagne muss weiter an Fahrt aufnehmen.“

20.03.2021, 13:58 Uhr | Oranienburg
Die Landespolitiker Nicole Walter-Mundt (CDU) und Gordon Hoffmann (CDU) bei einem Vor-Ort-Termin im Oranienburger Impfzentrum, Foto: DRK
Die Landespolitiker Nicole Walter-Mundt (CDU) und Gordon Hoffmann (CDU) bei einem Vor-Ort-Termin im Oranienburger Impfzentrum, Foto: DRK

Um sich ein Bild vom Fortgang der Impfungen gegen das Corona-Virus zu machen, besuchten in der zurückliegenden Woche die CDU-Landtagsabgeordneten Nicole Walter-Mundt und Gordon Hoffmann das Oranienburger Impfzentrum. Stationär werden hier aktuell rund 850 Personen pro Tag mit den Vakzinen von BioNTech und AstraZeneca geimpft. Welche Optimierungspotenziale es im Ablauf gibt und was sich aus Praxissicht künftig noch ändern müsse, darüber sprachen die Landespolitiker mit den beiden Objektverantwortlichen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Thomas Lindner und Stefan Bley.

CDU-Politiker danken Mitarbeitern im Oranienburger Impfzentrum

„Unaufgeregt, strukturiert und gut organisiert“, so beschreiben Gordon Hoffmann und Nicole Walter-Mundt ihren Eindruck vom Ablauf des Impf-Programms im Oranienburger Impfzentrum. Dabei stellen sie vor allem die empathische Arbeit der 79 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit den zu impfenden Personen heraus. „Ich möchte mich zunächst bei den fleißigen Helfern vom DRK, der Bundeswehr und den vielen weiteren haupt- und ehrenamtlich Tätigen vor Ort sowie hinter den Kulissen bedanken, die zum Gelingen der Impfkampagne beitragen. Sie helfen mit, dass wir hoffentlich bald wieder in unser normales Leben vor Corona zurückkehren können“, lobt der Generalsekretär der Landes-CDU Gordon Hoffmann.

Wichtig sei, dass die politischen Verantwortlichen auf Bundes- und auf Landesebene nun ihren Job genauso gut und unaufgeregt machen, meint Nicole Walter-Mundt und merkt an, dass viele Menschen und auch sie selbst diesen Eindruck in den zurückliegenden Wochen und Monaten leider kaum noch hatten. Dass Brandenburg im Vergleich mit allen anderen Bundesländern in Sachen Impfquote immer noch auf den letzten Plätzen rangiert, sei ihrer Meinung nach „inakzeptabel“.

Optimierungspotenzial bei Wartelisten, Impfstoffaufbereitung und Dokumentation

Neben der Vergabe von Impfterminen, die zunächst nur über die zentrale Nummer 116 117 abgewickelt werden konnte, gibt es seit einigen Wochen nun auch eine extra Online-Plattform sowie Informationen via Postsendungen an Personengruppen über 80 Jahre. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass einige Personen nicht zu ihren Terminen im Impfzentrum erscheinen und Impfstoffdosen übrigbleiben, berichteten Thomas Lindner und Stefan Bley im Gespräch mit den CDU-Politikern. Dazu sollte es eigentlich Wartelisten mit Personen geben, die entsprechend ihrer Priorität angerufen werden können. Hier habe die Kassenärztliche Vereinigung allerdings noch nicht geliefert, so dass mithilfe des Landkreises zunächst eine eigene Liste erarbeitet wird, zum Beispiel mit den Kameradinnen und Kameraden der örtlichen Freiwilligen Feuerwehren, die sich dann kurzfristig impfen lassen könnten.

Auch bei der Aufbereitung und das Aufziehen des Impfstoffes liege momentan die alleinige Verantwortung bei den eigentlich nicht dafür ausgebildeten Mitarbeitern des DRK. In Berlin wurde zum Beispiel ein anderer Weg gewählt. Hier gebe es laut Lindner und Bley eine eigene Pharmazie-Station in den Impfzentren mit Helfern, die im Umgang mit den sensiblen Impfstoffen auch ausgebildet sind. Zudem sei die Impfdokumentation in Berlin von Anfang bis Ende digital, was in den Impfzentren in Brandenburg noch nicht der Fall sei – Punkte, die die beiden Politiker im Land ansprechen sollen.

Hausarztpraxen sollen nach Ostern stärker ins Impf-Programm eingebunden werden

Seit der Eröffnung des Oranienburger Impfzentrums wurden dort stand 17. März 11.108 Personen stationär geimpft und 5.834 mithilfe der mobilen Impfteams. Nach dem Impfgipfel der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder ist nun auch klar, dass die örtlichen Hausarztpraxen spätestens nach Ostern stärker in das Impf-Programm mit einbezogen werden, was dazu beitragen wird, dass sich mehr Menschen auch in ländlichen Gebieten schneller und leichter gegen das Corona-Virus impfen lassen können.

aktualisiert von Christian Howe, 20.03.2021, 14:06 Uhr