Es gibt keine Opfer zweiter Klasse!

Nach Abgeordnetenschelte – Kulturministerin Manja Schüle (SPD) in der Kritik

06.07.2020 | Oranienburg
Nicole Walter-Mundt (CDU) kritisiert Kulturministerin Manja Schüle (SPD) nach ihren Aussagen zur Praxis der Straßenbennenung in Oranienburg, Foto: Christian Howe
Nicole Walter-Mundt (CDU) kritisiert Kulturministerin Manja Schüle (SPD) nach ihren Aussagen zur Praxis der Straßenbennenung in Oranienburg, Foto: Christian Howe

Die Kritik von Brandenburgs Kulturministerin an der Praxis der Straßenbenennung in Oranienburg ruft heftige Reaktionen hervor. Zum Hintergrund: In einem Beitrag des Oranienburger Generalanzeigers (OGA) vom 03. Juli hatte Manja Schüle (SPD) die freie und demokratische Entscheidung der Stadtverordneten zur Benennung von Straßen am Aderluch für „unwürdig“ erklärt und fordert vom Stadtparlament einen neuen Beschluss ein.

Oranienburgs Landtagsabgeordnete Nicole Walter Mundt (CDU) kritisiert die Aussagen der Ministerin nun scharf und weist die Forderung nach einem neuen Beschluss kategorisch zurück:

„Ich empfehle Manja Schüle das demokratische Votum der Stadtverordneten zur Benennung der Straßen am Aderluch einfach zur Kenntnis zu nehmen. Einen neuen Beschluss wird es mit der CDU jedenfalls nicht geben. Der Versuch Schüles, die Opfergruppen des KZ-Sachsenhausen und die des Sowjetischen Speziallagers nach 1945 gegeneinander auszuspielen, steht einer brandenburgischen Kulturministerin zudem nicht gut zu Gesicht. Es gibt keine Opfer zweiter Klasse! Ich würde mir von Frau Schüle wünschen, dass Sie als Ministerin dafür einsteht, dass die menschenverachtenden Gräueltaten der Kommunisten auf dem Gebiet der Stadt Oranienburg nicht totgeschwiegen werden. Ich danke an dieser Stelle ausdrücklich dem ehemaligen Vizepräsidenten des Landtages Brandenburg und Vorsitzenden der UOKG e.V. Dieter Dombrowski für seine klaren und kritischen Worte gegenüber den Aussagen der Ministerin.“



aktualisiert von Christian Howe, 06.07.2020, 19:33 Uhr