Anwohner Am Kanal fordern Lösung für Verkehrsproblem

Nicole Walter-Mundt (CDU) bringt Einbahnstraßenregelung ins Spiel

12.08.2021, 15:43 Uhr
Nicole Walter-Mundt (CDU) macht sich für eine Verkehrsberuhigung in der Straße „Am Kanal“ stark, Foto: Christian Howe.
Nicole Walter-Mundt (CDU) macht sich für eine Verkehrsberuhigung in der Straße „Am Kanal“ stark, Foto: Christian Howe.

Das Thema Straßenausbau bewegt die Gemüter. So machen in Oranienburg derzeit gleich mehrere Bürgerinitiativen mobil gegen das vorgelegte Ausbaukonzept von Bürgermeister Alexander Laesicke – drei an der Zahl. Dabei zeigt sich insgesamt ein differenziertes Bild bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern. Die hohen Kosten, die im Falle eines grundhaften Ausbaus auf die Grundstückseigentümer umgelegt werden, sind nicht das einzige Gegenargument. Viele befürchten nach der Ertüchtigung ihrer Straße vor allem eine steigende Verkehrsbelastung im Wohngebiet und somit den Verlust an Lebensqualität.

Die Bürgerinitiative der Straße „Am Kanal“ hatte deshalb am Dienstagabend zu einer ersten Informationsveranstaltung geladen, an der auch die CDU-Landtagsabgeordnete und Stadtverordnete Nicole Walter-Mundt teilgenommen hat. Die Straße steht aktuell auf Platz drei der Prioritätenliste des vorgelegten Ausbaukonzeptes, obwohl sie bereits in den 1990er und 2000er Jahren mittels einer Spritzasphaltdecke saniert und ertüchtigt wurde.

In den zurückliegenden Jahren hat sich der Verkehr vor Ort jedoch deutlich erhöht. Denn die Strecke entlang des Oranienburger Kanals dient vielen Verkehrsteilnehmern als Ausweichroute und Abkürzung zu den Hauptverkehrsstraßen speziell in Oranienburg-Süd. Aufgrund der engen Straßenbreite kommt es hier jedoch immer wieder zu brenzligen Situation zwischen sich begegnenden PKWs, Radfahrern und Fußgängern. Auch die Geschwindigkeit wird hier häufig überschritten, berichten die Anwohnerinnen und Anwohner. Sie befürchten sogar, dass sich dieser Zustand mit einem Ausbau der Straße künftig nicht nur verstetigt, sondern sogar noch verstärkt.

„Das kann aber nicht Sinn und Zweck einer Ausbaumaßnahme sein“, zeigt sich die Nicole Walter-Mundt überzeugt. „Wir müssen vor allem dafür sorgen, dass der Verkehr aus den Wohngebieten herausgehalten wird. Die Straße ‚Am Kanal‘ ist ein Beispiel dafür, bei der wir verschiedene verkehrsberuhigende Maßnahmen prüfen und dann auch umsetzen sollten. Dies kann zum Beispiel über eine Einbahnstraßenregelung erfolgen, die den Ausweich- und Durchgangsverkehr aus dieser Straße heraushält und gleichzeitig dafür sorgt, dass der Verkehr nicht einfach in die Nebenstraßen verlagert wird. Dazu werden wir uns im Rahmen der Sondersitzung des Bauausschusses beraten und hoffentlich eine gute Lösung im Sinne der Anwohner finden.“

Die Sondersitzung findet auf Antrag der CDU-Fraktion am 1. September 2021 statt und wird sich schwerpunktmäßig mit dem Straßenausbaukonzept befassen. Zusätzlich hat die Union das Thema Saalfelder- und Suhler Straße sowie nun auch die Frage der Verkehrsberuhigung in der Straße „Am Kanal“ auf die Tagesordnung gesetzt.

aktualisiert von Christian Howe, 12.08.2021, 15:45 Uhr