Werbung für den Abbiegeassistenten

Nicole Walter-Mundt: „Förderrichtlinie muss auf Unternehmen zugeschnitten werden.“

22.12.2020, 12:57 Uhr | Oranienburg
Abbiegeassistenten können Leben retten: Nicole Walter-Mundt wirbt bei Unternehmern aus Oberhavel für die Nachrüstung der Assistenzsysteme, Foto: Christian Howe
Abbiegeassistenten können Leben retten: Nicole Walter-Mundt wirbt bei Unternehmern aus Oberhavel für die Nachrüstung der Assistenzsysteme, Foto: Christian Howe

Sie helfen dabei schwere Unfälle im Straßenverkehr zu vermeiden und können Leben retten – Abbiegeassistenten für LKW und Busse. Der Landtag Brandenburg hat mit dem Haushaltsbeschluss der vergangenen Woche den Weg frei gemacht für ein eigenes Förderprogramm des Landes. Mit einem finanziellen Volumen von jeweils 250.000 Euro für die Jahre 2021 und 2022 soll nun ein finanzieller Anreiz geschaffen werden, die Systeme anzuschaffen. Insgesamt 340 LKW oder Busse könnten damit in den kommenden zwei Jahren nachgerüstet werden. Und die Nachfrage dazu scheint groß zu sein.

„Interesse kommt bereits von bekannten Unternehmen aus Oberhavel, darunter die Winzler GmbH aus Germendorf oder die AKRA Dienstleistungen aus Häsen, deren LKW tagtäglich auf den Straßen unserer Innenstädte verkehren müssen“, berichtet die Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt (CDU). Bei ihren Vor-Ort-Terminen habe sie die Unternehmer auf das anstehende Programm aufmerksam gemacht und stieß dabei auf offene Ohren. „Wichtig ist mir deshalb, dass bei der Zuwendung des Landes diesmal auch unsere privaten Unternehmer zum Zuge kommen. Denn sie leisten einen wichtigen Beitrag am Steueraufkommen. Hier können wir als Land etwas zurückgeben. Diesen Unternehmensfokus sollten wir daher bei der Ausarbeitung der Förderrichtlinie besonders berücksichtigen und ihnen – sofern möglich – hierbei auch mal einen Vorrang gegenüber kommunalen oder staatlichen Antragsstellern einräumen“, sagt die CDU-Politikerin.

Abbiegeassistenten unterstützen und entlasten LKW- und Busfahrer in kritischen Verkehrssituationen mittels optischer oder akustischer Signale, wenn diese beim Abbiegen Radfahrer oder Fußgänger gefährden würden. Eine europaweite schrittweise und verpflichtende Einführung der Systeme ist erst ab Juli 2022 für neue Fahrzeugtypen und ab Juli 2024 für neue Fahrzeuge vorgesehen. Für die freiwillige Nachrüstung älterer Fahrzeuge ist derzeit eine Zuwendung über die Förderrichtlinie von 1500 Euro pro System im Gespräch.

aktualisiert von Christian Howe, 22.12.2020, 12:59 Uhr